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Feste Arbeitszeiten gehören bald zum alten Eisen – dank der Cloud

Staus zur Rush-Hour, überfüllte S-Bahnen, Schlangen am Fahrkartenschalter – alles dieses mag schon bald der Vergangenheit angehören, glaubt man dem Gros der Arbeitgeber in fünf Ländern: Ihrer Ansicht nach sollten ihre Mitarbeiter zu dem Zeitpunkt ins Büro kommen, der für sie am Besten ist.

Nicht, dass sich Arbeitgeber der Langschläferfraktion unter ihren Mitarbeitern gebeugt hätten – vielmehr spiegelt sich darin die Meinung wider, dass Büroarbeiter Smartphone, Tablet-Computer und Laptops auch außerhalb des Büros und der geregelten Arbeitszeiten für Firmendinge nutzen. Kommen sie dann im Büro an, können die Arbeitszeitregelungen freier ausgelegt werden.

Unser aktuelles Forschungsprojekt zeigt: Im Durchschnitt sind Arbeitgeber sogar bereit, eine Verspätung von bis zu 32 Minuten nach dem „offiziellen“ Beginn der Arbeitszeit zu akzeptieren – wohlwissend, dass ihre Mitarbeiter dann bereits schon seit einiger Zeit tätig sind.

Womit sie durchaus Recht haben. Mitarbeiter arbeiten im Durchschnitt 46 Minuten, ehe sie das Büro betreten.

Die neue Flexibilität ihrer Chefs muss sich allerdings erst einmal bei den Mitarbeitern rumsprechen: 76 Prozent der Arbeitgeber sind bereit, bei der Zeiterfassung ein Auge zu zudrücken. Allerdings glauben nur weniger als die Hälfte der Mitarbeiter ihren Chefs in diesem Punkt.

Die Studie sagt auch: Arbeitnehmer erwarten von ihren Vorgesetzten ein Geben und Nehmen in Form persönlicher Freiräume für den Aufwand, den sie außerhalb der Arbeitszeit für ihren Job leisten. So gab die Mehrheit der Mitarbeiter in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA an, gerne auch private Dinge während der Arbeitszeit zu erledigen. Dazu gehört Online-Shopping genau so wie Internet-Surfen oder das Netzwerken auf Social-Media-Kanälen.

Doch was treibt diese Entwicklung an? Auch hierzu gibt die Mozy-Studie eine Antwort: schlichtweg die „Cloud“. Indem wir in der Lage sind, Daten abseits vom Arbeitsplatz abzurufen, mobile Apps zu nutzen und uns remote einzuloggen, um Firmendateien zu erreichen, sind wir in der Lage selbst zu bestimmen, wann, wie und von wo wir arbeiten möchten.

Wenn Sie sich also am Nachmittag die Schulaufführung Ihres Kindes ansehen wollen, können Sie immer noch ungehindert mit Ihrem Büro in Kontakt bleiben, um im Fall der Fälle Dinge am Abend nachzuarbeiten.

Kurz:  Die Arbeitszeit von 9 bis 5 ist ein Auslaufmodell. Begrüßen Sie Ihr neues Arbeitsleben, in dem Ihre Arbeit dann stattfindet, wann es Ihnen passt und in dem sich Persönliches und Berufliches im Tagesablauf abwechseln.

Mehr zu unserer Studie finden Sie hier: Ein neues Arbeitszeitmodell

Hat sich die neue Mobilität bereits auf Ihr Arbeitsleben ausgewirkt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen als Kommentar.

Firmen aufgepasst: Dreiste Diebe klauen am helllichten Tag

Klau am Arbeitsplatz gehört leider zum bundesdeutschen Alltag. Rund 146.000 Fälle von Diebstahl aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen verzeichnete die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) in 2010. Vor allem in großen Krankenhäusern, Betrieben und Behörden mit Publikumsverkehr, deren Mitarbeiter sich untereinander persönlich nicht kennen, sind Langfinger aktiv. Neben schnell Erreichbarem wie Handtaschen und Bargeld, stehen Laptops, Kameras, Smart-Phones und Tablett-Computer hoch im Kurs der Diebe. Der Klau geht schnell und die Einbrecher müssen kaum fürchten, entdeckt zu werden: Als Mitarbeiter getarnt, können sie sich frei bewegen. Viele Kollegen reagieren häufig desinteressiert:  „Der ist bestimmt aus der IT-Abteilung und sammelt alle Laptops für Updates ein“. Dabei geht es hier um weitaus mehr als nur den materiellen Schaden beim Verlust eines Rechners. Die gespeicherten Daten auf diesen Geräten sind meist um ein Vielfaches wertvoller als ein Laptop.

Die zentrale Geschäftsstelle „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ hat daher eine sehr ausführliche Liste an Tipps veröffentlicht, um diesen Verbrechern das Handwerk schwer zu machen:

•    Trennen Sie Bereiche mit Publikumsverkehr durch konsequent geschlossene Türen von Bereichen ohne Publikumsverkehr.

•    Verwehren Sie Betriebsfremden den ungehinderten Zutritt zu Ihrem Arbeitsplatz, verschließen Sie Ihr Büro auch dann, wenn Sie es nur kurz verlassen.

•    Wenn Sie an der Außenseite von Bürotüren einen Knaufbeschlag ohne Drücker anbringen, sind die Türen von dieser Seite nur mit einem Schlüssel zu öffnen: Unbefugte bleiben draußen.

•    Lassen Sie Geldbörsen, Brieftaschen und ähnliche attraktive Beute nicht offen am Arbeitsplatz herumliegen, sondern schließen Sie solche Dinge immer weg.

•    Kennzeichnen Sie firmeneigene Wertgegenstände, wie Computer, Elektrogeräte, Werkzeuge und Büroinventar mit einem Wertsachencode.

•    Sprechen Sie im Betrieb angetroffene Fremde an, fragen Sie sie nach dem Anlass ihres Besuchs oder bieten Sie ihnen Hilfe an: Das verunsichert Besucher mit unlauteren Absichten.

•    Machen Sie in größeren Unternehmen Betriebsangehörige, Fremdpersonal und Besucher durch Hausausweise Mitarbeitern kenntlich.

Ein Infoblatt mit diesen Tipps zum Ausdrucken finden Sie hier. Detaillierte Informationen, um Gewerbeobjekte sicherer zu machen, gibt es hier:

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Zentrale Geschäftsstelle
70372 Stuttgart
Telefon 0711/5401-2062
Fax 0711/2268000

www.polizei-beratung.de

Selbstverständlich gilt allerdings auch hier, dass sich eine Diebstahl-Prävention nicht alleine auf die eigentliche IT-Hardware beschränken darf. Erstellen Sie rechtzeitig Backups der Daten Ihrer Tablet-Rechner, Laptops oder Firmenhandys und sorgen Sie dafür, dass jedes Gerät mit einem PIN-Code gesichert ist.

Ist der Rechner weg, können Sie wenigstens sicher gehen, dass Sie nach wie vor mit den Firmendaten arbeiten können, nicht aber der Dieb.

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