Europastudie von Mozy: Arbeitnehmer sehen in mutwilliger Zerstörung von PCs einen Weg, neues Equipment zu bekommen

Schwalbach – 12. April 2011 – Mitarbeiter in Europa äußern sich alarmierend leichtfertig, wenn es um ihren Umgang mit firmeneigenen IT-Systemen geht. Laut einer Studie, die das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne im Auftrag von Mozy durchgeführt hat, sieht jeder vierte Arbeitnehmer im Verkauf seines Firmen-PCs oder -telefons oder gar in der absichtlichen Beschädigung der Geräte den schnellsten Weg, um an neues Equipment zu kommen. Das Resultat der leichtfertigen Einstellung: Mitarbeiter setzen nicht nur das Eigentum ihrer Firma aufs Spiel sondern auch die Sicherheit der lebenswichtigen Daten ihres Arbeitgebers. Das Institut befragte hierzu 3.000 Angestellte und 600 IT-Manager in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Frustration ist einer der Beweggründe von Mitarbeitern, die kein Problem darin sehen, ihren Ärger an Firmenrechnern und -handys auszulassen. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass Hardwareabstürze oder Datenverluste sie in ihrer beruflichen Effektivität signifikant oder sogar sehr stark einschränken.

Ebenfalls relevant ist hier ein Blick auf die zu Hause genutzte IT-Ausstattung: 40 Prozent aller befragten Büromitarbeiter betonten, zu Hause über neuere Computer zu verfügen als auf der eigenen Arbeitsstelle. Mitarbeiter in Deutschland nutzen dabei private Rechner, die im Schnitt zwei Jahre jünger sind als das Büro-Equipment. In keinem der anderen betrachteten Länder ist diese Kluft so deutlich. Ein besonders alarmierender Aspekt der Studie: Mitarbeiter deren Heim-PCs jünger sind als die verwendeten Firmenrechner sind zweimal so häufig bereit, ihren beruflich genutzten PC zu beschädigen.

Mozy konnte im Umgang mit firmeneigener Technikausstattung besonders deutlich ausgeprägte regionale Unterschiede feststellen. Während sich deutsche Arbeitnehmer noch zurückhaltend zeigen, was das mutwillige Beschädigen von Equipment anbetrifft (sieben Prozent), äußern sich ihre Kollegen in Großbritannien schon deutlich offensiver. Gut 13 Prozent der Befragten können sich vorstellen, ihre Rechner zu zerstören, nur um an einen neuen zu kommen. Noch deutlicher die Situation in Frankreich. Für jeden fünften Arbeitnehmer ist Sabotage dort kein Tabu-Thema. Für Unternehmen, die kein regelmäßiges Backup ihres Datenbestandes ihrer PCs und Handys fahren, ähnelt diese Situation einem Russischen Roulette.

Für die Initiatoren der Studie ist ein zentraler Grund für die leichtfertige Einstellung der Mitarbeiter auch bei den Unternehmen selbst zu sehen: Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) verfahren allzu nachlässig mit ihren IT-Updates. Anstatt ihre technische Ausstattung alle drei Jahre zu wechseln, warten Unternehmen zu lange ab. Fast die Hälfte aller befragten Unternehmen (47 Prozent) haben geplante Neuanschaffungen ihrer EDV in den vergangenen drei Jahren verschoben. Dementsprechend alt sind auch die genutzten Geräte. Der durchschnittliche PC in einem britischen Unternehmen ist fünf Jahre alt.

Deutsche Mitarbeiter scheinen es da schon besser zu haben. Ihre Geräte haben im Schnitt nicht mal drei Jahre auf dem Buckel. Doch täuscht der erste Eindruck: Nur jedes zweite Unternehmen in der Bundesrepublik nimmt einen dreijährigen „Client-Lifecycle“, also die Erneuerung ihrer IT-Hardware, ernst.

Als häufigsten Grund für eine ausbleibende Erneuerung veralteter Rechner wird hier, wie auch in den anderen Ländern Kosteneinsparungen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten genannt. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren allerdings am falschen Ende gespart. Die Investitionszurückhaltung im Zuge der Wirtschaftskrise der letzten Jahre führt dazu, dass Mitarbeiter die Dinge selbst in die Hand nehmen – oft mit fatalen Folgen.

Claire Galbois-Alcaix, die Senior Marketing Managerin von Mozy erläutert: “Mitarbeiter, die ihre IT zerstören, nur um neue Rechner zu bekommen, handeln blauäugig. Sie riskieren ihren Arbeitsplatz und fügen ihrem Arbeitgeber Schaden an genau der Stelle zu, die besonders kritisch ist: im Bereich der Unternehmensdaten.“ Allerdings, so die Einschätzung der Backup-Spezialistin, seien viele Unternehmen an dieser Situation selber Schuld. „Beim Gebrauch veralteter Geräte lauern überall Risiken. Firmen, die ihre IT-Anschaffung an der konjunkturellen Großwetterlage orientieren, ohne ausreichende Backup-Systeme zu implementieren, sind die ersten, die bei Datenverlusten ins Straucheln kommen.“

Über Mozy

Mozy ist eine Online-Backup-Lösung für Endkunden und Unternehmen. Sechs Millionen privater Kunden und mehr als 100.000 Firmenkunden speichern auf den weltweit verteilten Mozy-Servern 90 Petabyte an Daten. 2007 wurde Mozy durch die EMC Corporation übernommen und arbeitet jetzt als Teil der Mozy International Limited, einem EMC Unternehmen. Weiter Informationen unter mozy.de.